Bonus-Material zum Richter-Code
Am 3. März 2009 stürzte das Stadtarchiv ein. Ein Schlüssel-Moment in meinem Köln-Bestseller „Der Richter-Code“. In der gerade erschienenen Taschenbuch-Neuausgabe liefere ich Zusatzinformationen im Bonus-Material.
„Der Richter-Code“ war mein zweiter Köln-Krimi, und er ist bis heute mein erfolgreichstes Buch.
Der Emons-Verlag, der die Originalausgabe druckte, schmückte das Cover frühzeitig mit einem roten Aufkleber, auf dem „Köln-Bestseller“ stand.
Wie im Nachwort geschrieben, habe ich als Chefredakteur von koeln.de das Stadtarchiv wenige Wochen vor dem tragischen Einsturz besucht und die vielen Schäden miteigenen Augen gesehen.
Elfi Scho-Antwerpes, damals ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Köln, hatte den Termin mit der Direktorin des Stadtmuseums angeregt, sie war eine der wenigen, die die Warnungen der Beschäftigten ernst genommen hat.

Auszug aus „Der Richter-Code“. Georg Rubin besucht das Stadtarchiv – am Tag des Einsturzes.
Alles, was ich zu den möglichen Ursachen des Einsturzes geschrieben habe, ist noch heute richtig. Wirklich Schuldige wurden nicht gefunden oder haftbar gemacht. Die Strafverfahren gegen die letzten vier Angeklagten wurden vom Landgericht Köln gegen Geldauflagen eingestellt
Der Schaden, der entstanden ist, hat die Milliardengrenze überschritten. Die U-Bahn, die dort fahren sollte, fährt achtzehn Jahre nach dem Unglück immer noch nicht. Aber es gibt Pläne für neue U-Bahn-Strecken, die ganz in der Nähe vorbeiführen würden.
Die Bauarbeiten wurden damals in sehr großem Umfang von polnischen Subunternehmen durchgeführt. Eine der Baustellen konnte ich 2008 besichtigen, die am Heumarkt, die Beschreibungen der Unterwelt entsprechen dem, was ich damals gesehen habe.
